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Juni 2001
Hier finden Sie Zusammenfassungen und Bewertungen von Fachbeiträgen
unterschiedlicher Zeitschriften.
Inhaltsverzeichnis (Auszug)
- Praxisberatung, Supervision, Coaching: Angebote "interner Beratung"
in der Bundesanstalt für Arbeit
- Vom Wesen und Unwesen der Autorität in der öffentlichen Verwaltung
- Selbstevaluation durch Supervision
SUPERVISION, 21.6.2001, S.8-14
| Titel |
Praxisberatung, Supervision, Coaching: Angebote "interner Beratung"
in der Bundesanstalt für Arbeit |
| Autor |
R. Bäcker |
| Schlagwörter |
Praxisberatung, Supervision, Coaching, Arbeitsamt, interne Beratung |
Die Bundesanstalt für Arbeit (BA) hat in den letzten Jahren für ihre
Mitarbeiter ein qualifiziertes Angebot an "interner Beratung"
entwickelt.
Ziel dieser Maßnahmen ist die Qualitätssicherung beruflicher Arbeit,
um somit die personellen Ressourcen zu sichern und zu entwickeln.
Die verschiedenen Angebote umfassen
(1) Praxisberatung
Die Praxisberatung richtet sich an die Mitarbeiter, die regelmäßig
externe Kunden beraten. Sie erhalten damit die Möglichkeit ihre
beraterische Arbeit - beispielsweise anhand konkreter Fallbeispiele -
zu reflektieren.
Das Setting besteht aus 8-12 Personen, die sich etwa alle 3-4 Wochen
für 3 Stunden treffen.
(2) Supervision
Die Supervision steht grundsätzlich allen Mitarbeitern offen und hat
auch Fragen der Zusammenarbeit im Team, der Organisation der Arbeit,
der beruflichen Rollen, des Umgangs mit hoher Arbeitsbelastung oder
individueller Schwierigkeiten im Kontext der Arbeit zum Gegenstand.
Ziel ist freiclich die Steigerung der Arbeitszufriedenheit, Förderung
der Kommunikation zwischen Mitarbeitern ind Teams sowie die
emotionale Entlastung. Dahinter steckt neben der Förderung der
Professionalität die Steigerung der Effektivität und Effizienz.
Themen, Setting und Arbeitsregeln werden in einem Kontraktgespräch
vereinbart.
(3) Coaching
Zur Sicherung und Steigerung von Führungs- und Managementkompetenzen
wird den Führungskräften Coaching angeboten.
Themen können hier die eigene Führungsrolle, Konfliktbewältigung,
Fragen der Arbeitsorganisation, Gestaltung von Veränderungsprozessen
sein.
Anders als bei der Supervision wird beim Coaching nicht allein
selbstreflexiv gearbeitet sondern es werden auch gelegentlich
Handlungsvorschläge unterbreitet.
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SUPERVISION, 21.6.2001, S.15-19
| Titel |
Vom Wesen und Unwesen der Autorität in der öffentlichen Verwaltung |
| Autor |
B. Herrmann |
| Schlagwörter |
Autorität, Macht, Öffentliche Verwaltung |
Vor dem Hintergrund einer (konfliktären) Praxiserfahrung reflektiert
der Autor seine Eindrücke über den Umgang mit Autorität in der
öffentlichen Verwaltung.
Er beschreibt eine typische Situation, in der ein Leiter eine
Intervention so lange vermeidet, wie er für diese verantwortlich
gemacht werden kann.
Warum vermeiden es insbesondere Leitungspersonen in der öffentlichen
Verwaltung, ihre Autorität direkt und eindeutig einzusetzen ?
Herrmann sieht eine Ursache in der mangelnden Förderung der
erforderlichen sozialen Kompetenzen zur Entwicklung personaler
Autorität in Rahmen von Führungsaufgaben. Den Betroffenen wird
lediglich die formale Autorität übertragen, wobei es Ihnen dann
selbst überlassen bleibt, wie sie ihre personale Autorität erlangen
bzw. gestalten.
Dies trifft auf ein starkes Interesse vieler Mitarbeiter nach
echter, durch die handelnde Person gefüllter Autorität und
Verbindlichkeiten - verbunden mit der Befürchtung vor diktatorischen
Ausmaßen.
Um die personale Autorität auf eine neue Grundlage zu stellen
formuliert Herrmann Anregungen:
- Verzicht auf Manipulation der Mitarbeiter und deren Mißbrauch für
eigene Zwecke
- Förderung von kritischen Denkweisen bei Mitarbeitern
- Förderung von Wachstum, Entwicklung und Profil bei den Mitarbeitern
- Entwicklung von Prozesskompetenz, die ermöglicht Gruppenprozesse
zu verstehen
- Entwicklung und Etablierung von zuverlässigen, verbindlichen und
gesicherten Regeln und Verfahren der Entscheidungsfindung
- sorgfältige Auswahl, Entwicklung und Begleitung von
Führungsnachwuchskräften mit Fokus auf persönliche Fähigkeiten
SUPERVISION, 21.6.2001, S. 39-42
| Titel |
Selbstevaluation durch Supervision |
| Autor |
W. Kühl |
| Schlagwörter |
Selbstevaluation, Qualitätsentwicklung. Supervision |
Entstanden ist Supervision in den USA zum Zwecke der
Qualitätsverbesserung der Sozialen Arbeit. Da es mittlerweile einige
Verfahren der Qualitätssicherung und des -managements gibt, besteht
die Notwendigkeit den Beitrag der Supervision zur
Qualitätsentwicklung entsprechend zu verorten und gegenüber anderen
Ansätzen abzugrenzen bzw. anschlußfähig zu halten. In seinem Beitrag
betrachtet Kühl mögliche Anschlußstellen aus dem Blickwinkel der
Selbstevaluation. Hierfür skzizziert er grob die supervisorischen
Kompetenzen zur Selbstevaluation. Eine besondere Qualität sieht er
vor allem in dem ganzheitlichen Zugang zu person-, beziehungs- und
strukturbezogenen Dimensionen beruflichen Handelns auf der Mikroebene
sozialer Organisationen. Das Verfahren der Selbstevaluation bietet
die Möglichkeit, berufliche Praxis selbst struktur-, prozess- und
ergebnisorientiert zu untersuchen.
Perspektivisch sollte die supervisorische Praxis um eine
Bewertungspraxis erweitert werden, die einen entsprechenden
Kopetenzzuwachs in Hinblick auf Evaluationsmethoden mit sich bringt.
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