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November 2000
Hier finden Sie Zusammenfassungen und Bewertungen von Fachbeiträgen
unterschiedlicher Zeitschriften.
Inhaltsverzeichnis (Auszug)
- Das 360°-Feedback und was dahintersteckt
- Vom Superarzt zum Supermanager
- Besuche mit der Reflexionsliste
OrganisationsEntwicklung, Nov 2000, S.22-29
| Titel |
Das 360°-Feedback und was dahintersteckt |
| Autoren |
D. Rastetter. O. Neuberger |
| Schlagwörter |
360°-Feedback, Beurteilungsverfahren |
Das Autorenteam nimmt sich dem Modethema 360°-Feedback an. Dieses
Verfahren - von vielen als sinnvoll und nützlich gepriesen - wird
anhand von 10 Behauptungen einer kritischen Prüfung unterzogen.
Diese kritische Prüfung deckt uneingelöste, sowie unrealistische
Versprechungen auf und weist auf verdeckte Funktionen des Verfahrens die
offiziell nicht benannt werden.
Es ist eine wichtige Anmerkung der Autoren, wenn sie sagen ihr Artikel
solle eine Entscheidungshilfe sein und hätte nicht das Ziel das
Verfahren in Grund und Boden zu verdammen - es liest sich doch ein wenig
anders.
Die klare und präzise (als auch notwendige) Kritik unterscheidet sich
von der sonst so euphorischen Darstellung und macht deutlich worum es
sich hier handelt: Um ein Verfahren sowohl mit Möglichkeiten als auch
mit Schwächen.
Wer dieses Verfahren umsetzt oder dies plant, ist gut beraten sich mit
dieser Prüflist auseinander zu setzen - nicht zuletzt um die
Möglichkeiten dieses Verfahrens voll auszuschöpfen.
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OrganisationsEntwicklung, Nov 2000,, S.14-21
| Titel |
Vom Superarzt zum Supermanager |
| Autor |
K. Sertl |
| Schlagwörter |
Krankenhaus, Chefarzt, Rollenbild |
Der Autor, selbst Facharzt und Primarius für innere Medizin,
versucht die Führungsaufgaben von Krankenhausärzten aus systemischer
Sicht darzustellen. Im Zeitalter der Ressourcenknappheit ist es an den
Ärzten ihre Organisations- und Managementfähigkeiten zu verbessern.
Daß dies nicht nur ökonomisch notwendig ist, sondern auch eine
Verbesserung der Patientenbetreuung bedeutet, macht der Autor deutlich.
Damit stellt er sich gegen eine unter den Ärzten verbreitete Ansicht,
daß Krankenhäuser nicht wie wirtschaftliche Unternehmen funktionieren.
Nicht ohne ein wenig Biss, zeichnet der Autor anhand traditioneller
Aufgaben von Chefärzten ein neues Leitbild des Chefarztes als Manager,
Coach und Berater.
OrganisationsEntwicklung, Nov 2000, S.40-49
| Titel |
Besuche mit der Reflexionsliste |
| Autoren |
Schweitzer, Weber, Nicolai, Hirschenberger, Verres |
| Schlagwörter |
Systemische Organisationsentwicklung, Psychiatrie,
Beurteilungsverfahren |
Das Praxis-Forschungsteam von der Abteilung Medizinische Psychologie
des Uniklinikums Heidelberg arbeitet seit 1997 an dem Thema
"Systemische Organisationsentwicklung in Psychiatrischen
Einrichtungen". Ziel ist eine Bestandsaufnahme des systemischen
Arbeitens im Klinikalltag, sowie die Anregung zur Weiterentwicklung.
Hierbei entwickelte das Projekt die "Reflexionsliste zur
Prozessgestaltung in psychiatrischen Einrichtungen".
Diese Reflexionsliste kann als Selbst- und Fremdreflexions-Instrument
für Einrichtungen dienen, die sich über ihre systemsiche Praxis und
ihre Entwicklungsmäglichkeiten klarer werden wollen und dazu eine
Rückmeldung Ihrer Arbeitsprozesse und deten Reflexion als eine
mögliche Intervention nutzen möchten. Die Reflexionsliste umfasst die
folgenden Themen:
(1) Systemisch-psychiatrische Arbeit mit Patienten und Angehörigen
(2) Mitarbeiterpartizipation im Alltagsbetrieb
(3) Leitungskulturen
(4) Organisationsform
(5) Reflexions- und Kooperationskultur mit verschiedenen Umwelten
Neben der Vorstellung der Reflexionsliste gibt der Artikel Einblick
in erste Ergebnisse aus deren Anwendung. Diese liefern schon hilfreiche
Hinweise für die Praxis - und machen Appetit auf die endgültige
Veröffentlichung der Reflexionsliste.
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